Schulprojekt Verrückt? Na und!

Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“, welches im Jahr 2001 vom Verein „Irrsinnig menschlich e.V.“ initiiert wurde und inzwischen bundesweit sowie auch über die Landesgrenzen hinaus (z.B. Tschechien, Slowakei) durchgeführt wird, zielt auf die Förderung der psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Es richtet sich an 15-20-jährige Jugendliche aller Schulen und hat zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler für psychische Gesundheit zu sensibilisieren, Prävention zu fördern und Offenheit, Verständnis und Toleranz in zwischenmenschlichen Beziehungen zu üben.
Das Schulprojektteam besteht aus Moderatoren (z.B. Sozialarbeiter, Journalisten, Mitarbeiter der Psychiatrie) und Experten in eigener Sache, d.h. Menschen, die psychische Krankheit erfahren haben. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrem eigenen Leben und mit Situationen auseinander, die Menschen aus dem seelischen Gleichgewicht bringen können, lernen Menschen kennen, die psychische Krankheit erlebt haben und erfahren, was sie für ihre eigene seelische Gesundheit tun können und wer bei seelischen Krisen helfen kann.

Seit Jahren werden im Land Brandenburg kontinuierlich Schulprojekttage zum Thema seelische Gesundheit durchgeführt. Junge Menschen können sich an einem Schultag damit auseinandersetzen, was psychische Beeinträchtigungen, Krisen und Krankheiten bedeuten, welche Klischees und Vorurteile darüber kursieren und wie sich psychische Gesundheit schützen lässt.
Im Rahmen des Projektes „Netzwerk Schule und Krankheit“ unter der Leitung von Prof. Dr. E. Flitner am Department Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam wurde in Zusammenarbeit mit dem OPUS-Landeszentrum „Gesunde Schule“ (Offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit) in Trägerschaft von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. im Jahr 2009 damit begonnen, eine Schulprojektgruppe von etwa 18 Personen (jeweils 9 Moderatoren und Experten in eigener Sache) aufzubauen - wobei sich stetig weitere Personen für das Projekt interessieren.
Durch die Veränderung der Aufgabenschwerpunkte der Koordinatorin des OPUS-Netzwerk Gesunde Schule seitens des MBJS übernimmt der Verein Bildung und Gesundheit e.V. die Koordination des Projektes. Das Projekt wurde wiederholt auf dem Plenum des Bündnisses Gesund Aufwachsen und des Kindergesundheitsgipfels als positiv evaluierte, wirksame und daher besonders förderungswürdige Maßnahme herausgestellt. Gleichwertige Projekte für diese Altersgruppe in Schule zur Prävention im Bereich der seelischen Gesundheit gibt es im Land Brandenburg nicht.

Das Schulprojekt richtet sich an Jugendliche ab der 9. Klasse aufwärts, also etwa ab dem 15. Lebensjahr.

Das Schulprojekt vermittelt

  • … dass es Hilfe gibt
  • … dass es gut ist, sich früh Hilfe zu holen (z.B. mit einer Person des Vertrauens darüber zu sprechen etc.)
  • … dass psychische Gesundheitsprobleme zum Leben gehören, nichts "abartiges" sind, wie viele Menschen meinen und auch nicht von körperlichen Beschwerden zu trennen sind
  • … dass ein Mensch, der psychisch krank wird, an seiner Erkrankung nicht schuld ist
  • … dass es hilfreich ist, auf seine seelische Gesundheit zu achten ð das geht am besten, wenn der Mensch gut mit anderen Menschen verbunden ist (Schulklima, Klassenklima, Familienklima)

Nach vielen positiven Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften freuen wir uns in der glücklichen Lage zu sein, auch in diesem Schuljahr Projekttage unter dem Motto „Verrückt? Na und!“ anbieten und durchführen zu können. Finanziert werden die Experten in eigener Sache sowie die Moderatoren über Mittel des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Das Angebot bleibt somit für die Schulen kostenfrei.

Wenn Interesse an der Durchführung eines Projekttages in einer Klasse oder mehreren Gruppen besteht, bitte ich Sie um eine kurzfristige Rückmeldung mittels unseres Rückmeldebogens (s.u.). Die Termine können natürlich später noch vereinbart werden und müssen nicht gleich feststehen. Wichtig ist nur, dass die Projekttage bis spätestens (!) Dezember 2015 durchgeführt werden müssen.

Bitte sprechen Sie unser Anliegen auch auf der Lehrerkonferenz bzw. auf den Fach-und Jahrgangskonferenzen an, um es einem breiten Kollegenkreis zugänglich zu machen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch oder per mail an mich.

Doris Bemme – Projektkoordinatorin
bemme@bildunggesundheit.de
0331/27343680

Unsere Vorstellung im Radio: hier wird es konkret, hören Sie rein! Verrückt? Na und! auf Helpfm